Mehr Struktur im Alltag mit einem Tages-Planer.
So kommst du aus der Überforderung raus.

Wann soll ich das eigentlich noch machen? Das war bis vor kurzem meine tägliche Frage an mich selbst, wenn die vielen Aufgaben, die zu erledigen waren, mal wieder über mich hereinbrachen und ich dann in eine Art Schockstarre fiel. Diese Schockstarre ließ mich agressiv, hektisch und planlos werden und ich hatte nur noch das Gefühl, hinter meiner Zeit herzurennen. An eine regelmäßige Yogapraxis, Meditation oder einfach nur Zeit für mich selbst, war gar nicht zu denken. Denn ich hatte ja folgende wichtigen Aufgaben zu erledigen: Yogaklassen und Workshops vorbereiten, Mails beantworten, Website pflegen, die Buchhaltung machen, Planung von Retreats, den Shop pflegen, das Studio sauber machen, Strategien entwickeln, Rechnungen überweisen, Texte schreiben usw.

Ich fühlte mich mehr und mehr unausgeglichen und nicht sehr glücklich. Als Pitta-Typ habe ich natürlich alles geschafft und mich auch nicht groß beklagt. Ich dachte, dass müsste so ein, wenn man selbstständig ist. Bis es irgendwann einfach gar nicht mehr ging und ich entschieden habe, etwas zu ändern. Ich wollte meinem Tag nicht länger „ausgeliefert sein” sondern aktiv selbst gestalten und planen. Die besten Vorraussetzungen hatte ich ja: Ich war mein eigener Chef. Ich entwickelte meinen Tagesplaner um Strukturen zu definieren, Arbeits- und freie Zeiten zu planen und mir nicht zu viele to do’s aufschreibe.

 

Du bist die einzige Priorität

Während dieser Entwicklung des Tages-Planers habe ich mich gefraget, was mir wichtig ist am Tag und mich daran erinnert, wie gut es mir immer tat, mich zu bewegen. Schon von klein auf. Und ich fragte mich: Wieso schaffe ich es innerhalb von 24 Stunden nicht, mich 15, 30 oder sogar 60 Minuten zu bewegen? Wieso schaffe ich es nicht, Struktur in meinen Tag zu bringen? Ganz einfach: es war nicht meine Priorität! Meine Priorität war alles, was mit Mattenzauber zusammenhing. Ich habe mich selbst dabei einfach vergessen!

Eine Struktur schafft Routine und bringt Ruhe.
Der Tages-Planer unterstützt dich dabei und verhilft dir zu mehr Fokus.

Jetzt habe ich mich ganz neu aufgestellt und mein perfekter Tag sieht nun folgendermaßen aus: vor 6 Uhr aufstehen und für 2 Stunden meine Morgenroutine durchführen. In dieser Zeit lese ich, übe Yoga (mal länger mal kürzer), mache ein paar Kraftübungen oder gehe auf mein Rudergerät oder laufen. Danach meditiere ich (mal länger, mal kürzer, aber nie unter 10 Minuten). Danach kommt der wichtigste Teil: die Tagesplanung. Welcher Job muss heute erledigt werden? Wieviel Zeit habe ich dafür? Je präziser ich das einplane, desto entspannter kann ich arbeiten. Und schaffe auch alles, was ich mir zum Ziel setze. Manchmal ist es auch nur ein Job. Aber das Gefühl, wenn er erledigt ist ist großartig!

Nach meinem Frühstück – so gegen 9.30 Uhr –  gehe ich dann bis 13 Uhr an den Schreibtisch. Alles was ich in dieser Zeit nicht geschafft habe, wird in der nächsten Bürozeit erledigt. Dann bereite ich mein Mittagessen zu und mache Pause bis ca. 15 Uhr.
Gegen 16 oder 17 Uhr verlasse ich dann das Haus und fahre ins Studio zum Unterrichten. Meine Tage enden unterschiedlich zwischen 20 und 21.30 Uhr. Ich bemühe mich um 21.30 Uhr ins Bett zu gehen und um 22/22.30 Uhr zu schlafen.
Diese Struktur (die auch mal tagsüber abweicht, aber nicht morgens) gibt mir soviel Ruhe, Ausgeglichenheit und Kraft, dass ich konzentrierter und viel effektiver arbeiten kann. Ich kann mittlerweile akzeptieren, Aufgaben auf den nächsten Tag zu schieben und mich 2 oder 3 Stunden ganz auf die Aufgaben zu konzentrieren, die unbedingt erledigt werden müssen. Das macht den Kopf frei.


Was kannst du jetzt konkret tun, um mehr Zeit für dich zu haben?

1. Schaffe dir eine realistische Struktur deines Tages.
Wann müsstest du wirklich aufstehen, um deinen Morgen in Ruhe zu beginnen?
Welche Zeitfresser (Social Media) könntest du für eine Zeit lang eleminieren?
Wann müsstest du ins Bett gehen, um am nächsten Morgen ausgeruht zu sein?
Wieviel möchtest/kannst du arbeiten ohne erschöpft zu sein?


2. Schaffe dir eine realistische Struktur deiner Woche
Schaue dir all deine Aktivitäten deiner Woche an und schreibe sie auf.  An wieviel Abenden bist du zuhause?  Wie oft verabredest du dich?  Wie oft gehst du zum Sport?  Tut dir diese Struktur gut oder wünscht du dir mehr Freiraum für dich?  Wie oft ist es realistisch, sich auswärts zu treffen?  Wieviel Zeit möchtest du mit deiner Familie/Partner verbringen?


3. Wieviel Pausen möchtest du machen?
Um einen 14 Stunden Tag gut zu überstehen, benötigt man Pausen. Und zwar ganz bewusste Pausen. Klar, du kannst auch mal einen oder zwei Tage „durcharbeiten”, aber das merkst du doch am Ende der Woche, oder?
Traue dich, deine Arbeitszeit auf die Zeit zu beschneiden, die du investieren möchtest. Je mehr du dich „abgrenzt”, desto leichter wird es.


4. Gib Aufgaben ab!
Lange habe ich geglaubt alles selbst machen zu müssen. Und was kommt dabei heraus? Ich bin überarbeitet und gestresst. Seitdem ich einiges an andere (die es besser und auch schneller bearbeiten können) abgegeben habe, habe ich mehr Raum für die Jobs, die mir wirklich Freude machen und mich gleichzeitig entspannen.

 

5. Halte die geplanten Zeiten ein.
Wenn du deinen Tag umstrukturierst, ist der Anfang schwer. Schnell wechselt man in den alten Modus. Arbeite unbedingt mit einem Timer. Jedes „Projekt” hat eine bestimmt Dauer. 10 Minuten vor Ende klingelt der Timer und du kannst entscheiden, an welchem Tag du daran weiterarbeiten möchtest und trägst es in deinen Planer ein. Dann machst du eine 10 min Pause und startest deine nächste Aufgabe.


Ich wünsche dir viel Fokus und Spaß beim Planen deines Tages!


 

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